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Haus Türme in Bad Ems

Großeinsatz für die Feuerwehren der Verbandsgemeine Bad Ems-Nassau und dem Umland


Als nachts die Meldung einging „Dachstuhlbrand in der Römerstraße“ konnte keiner ahnen, welche Ausmaße dieser Einsatz bringen würde. Schnell war allerdings der Wehrleitung der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau sowie dem Brand und Katastropheninspekteur des Rhein-Lahn-Kreises, der die Einsatzleitung aufgrund des Umfangs des Brandbildes übernommen hat, vor Ort klar, dass hier weitere Unterstützung benötigt wird. Präzise wurden dann alle notwendigen Schritte in die Wege geleitet. Nachbareinheiten wurden zur Brandbekämpfung angefordert bzw. stellten die Notfallversorgung in der Verbandsgemeinde sicher. Auch über die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau hinaus waren Wehren und/oder technisches Gerät von Hilfsinstitutionen und Spezialausrüstung im Einsatz. Insgesamt waren über 230 Kräfte im Einsatz.

Auch an den Folgetagen kam es immer wieder zu kleineren Einsätzen am Objekt, da sich immer wieder noch vorhandene Glutnester entzündeten.

Die Arbeiten waren für alle beteiligten Feuerwehrkameradinnen und –kameraden, Rettungskräfte vom DRK und THW nicht einfach und kräftezehrend. Auch logistisch war die Brandbekämpfung nicht leicht. Das vorhandene Gerüst erschwerte die Arbeiten und stellt auch durch die eintretende Standsicherheit eine große Gefahr dar.

Die beteiligten Rettungs- und Unterstützungskräfte mussten viele Stunden die Lage immer wieder neu bewerten. Ich selbst war mehrmals während der Löscharbeiten vor Ort und habe mit Verantwortlichen gesprochen. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass das sehr gut strukturierte Netzwerk unterschiedlichster Institutionen und Feuerwehreinheiten aus dem Rhein-Lahn-Kreis solche Großeinsätze kompetent meistert.

Mit diesem Großbrand hat die Stadt Bad Ems ein Wahrzeichen verloren. Das „Haus der vier Türme“ war prägend für das Stadtbild und den Kurpark. Das Haus wurde gerade grundsaniert und sollte als Hotel wiedereröffnet werden. In welcher Form ein Wiederaufbau erfolgen kann, muss nun geprüft werden. Dies wird aber sicherlich einige Zeit in Anspruch nehmen.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Einsatzkräften vor Ort und der gesamten „Blaulichtfamilie“ recht herzlich bedanken und bin froh, dass es zu keinem Personenschaden gekommen ist. Ihre Arbeit ist unverzichtbar für die Gesellschaft und das Rettungswesen.

 

Uwe Bruchhäuser
Bürgermeister