Fünf große Styrodur-Dämmplatten und mehrere Kubikmeter Buschwerk musste das beauftragte Tiefbauunternehmen in den letzten Tagen beseitigen, damit der Kaltbach wieder normal fließen kann. Vorher wurden die Verstopfungen unter größten Schwierigkeiten lokalisiert. Erst danach war es möglich, die darüber befindlichen Decken mit schwerem Gerät freizulegen und zu öffnen. Betonkettensägen und Bagger, teilweise mit speziellen Anbaufräsen zum Betonaufbruch, kamen zum Einsatz.
Glücklicherweise hatte der Wettergott im Laufe der letzten Woche ein Einsehen, die Niederschläge hörten auf und auch der zunächst für das Wochenende vorhergesagte neue Regen blieb aus. In der Folge reduzierte sich der noch am Freitag sehr starke Rückstau des Kaltbachs. Bis zum Montag sank der Wasserstand unter Zuhilfenahme von Pumpen leicht und ermöglichte den Einsatzkräften die Entfernung der Verstopfung.
Mit der manuellen Räumung des restlichen Materials und der notwendigen Schließung der zerstörten Betondecken findet der Einsatz nun sein Ende. Der Zeitplan dafür wird zwischen allen Beteiligten abgestimmt.
Die Entscheidungsträger von Stadt Nassau, Verbandsgemeinde und Verbandsgemeindewerken bedanken sich ausdrücklich bei allen, die zur Problembeseitigung beigetragen haben. Bei den ca. 25 Ehrenamtlichen von Feuerwehr und THW genauso, wie bei den engagierten Mitarbeitern der herangezogenen Unternehmen (Tiefbaufirmen, Fachunternehmen für Kanalinstandhaltung, Sicherheitsdienst). Alle zusammen haben mehrere hundert Arbeitsstunden geleistet und hatten eine Vielzahl von Fahrzeugen, Pumpen, Maschinen und Spezialeinrichtungen wie Schlauchbarrieren u. Ä. im Einsatz. Der Aufwand bei den Bediensteten von Stadt, Werken und Verbandsgemeinde kommt noch hinzu.
Bei aller Freude darf aber nicht vergessen werden, dass die Verstopfung Ursachen hatte. Dämmplatten und Grünschnitt gehören nicht in Bachläufe oder deren Uferbereich. Welch fatale Folgen Zuwiderhandlungen haben können, war jetzt in Nassau zu spüren. Glücklicherweise sind nur monetäre Schäden entstanden.

